ASMS 2011 - Teil 2

Erster Tag ASMS Meeting. Wetter: unangenehm warm und schwül.

Der Auftaktvortrag "Our Stellar Origins Revealed by Stardust-Grains" hat mich wirklich überrascht. Ehrlich gesagt habe ich nicht erwartet bei so einem Thema auf so interessante Weise mitgenommen zu werden, spontan habe ich mich ein wenig an "Wonders of the Universe" erinnert gefühlt.
Zusammengefasst hat der Sprecher (dessen Name mir leider entfallen ist, da der ursprünglich geplante Sprecher, Ernst Zinner, krankheitsbedingt ausgefallen ist) über Sternenstaub im wahrsten Sinne des Wortes gesprochen. Es gab in der Vergangenheit diverse Missionen von Sonden bei denen Staubpartikel im interplanetarischen Medium gesammelt wurden. Diese Staubpartikel, normalerweise nur wenige Mikrometer groß, weisen ganz besondere Isotopenverhältnisse auf, die sich um Größenordnungen von dem unterscheiden was man in der "normalen" Materie auf der Erde und im Sonnensystem findet. Außerhalb unseres Sonnensystems hingegen findet man Sterne, für die theoretische Modelle der Nukleosynthese genau die Isotopenverhältnisse voraussagen wie man sie in den Partikeln findet.
Die massenspektrometrische Untersuchung von Staub zeigt also nicht nur, aus Sternen oder Novae ausgestoßenes Material, eben genau der vielbeschworene Sternenstaub aus dem wir alle bestehen, in unserem Sonnensystem direkt nachweisbar ist, sondern auch das unsere Modelle der Nukleosynthese weitgehend stimmen.

Das alles aus einer genauen Wägung von Atomen in Staubkörnern abzuleiten ist wirklich cool.